Erst die
Liebe und danach Herzensweh. Eines der einfachsten Volksweisheiten bei Liebeskummer ist
sicherlich noch der Ausspruch, Zeit heilt alle Wunden. Richtig, auch Liebeskummer geht
einmal vorbei. Doch bis dahin kann es ein Trip durch die Hölle werden. Wer seinen
Liebeskummer in den Griff bekommen möchte, dem sei an dieser Stelle gesagt, richtig gute
Tipps sind selten und ein richtig gutes und hilfreiches Mittel gegen Liebeskummer könnte
es sein, sich mit seinem Kummer auseinander zusetzen. Damit ist nicht gemeint sich diesem
Liebeskummer einfach hinzugeben und zu erliegen, doch ihn auszuleben. Weitere Tipps gegen
Liebeskummer weiter unten.
Nehmen wir eine dem
Liebeskummer verwandte Form des Herzschmerzes, so ist es die Trauer um das Ableben eines
nahestehenden Menschen. Hier erhält man Anteilnahme und Mitleidsbekundungen von allen
Seiten und Ratschläge, wie man die Trauerzeit am besten durchstehen könnte. Menschen die
sehr darunter leiden, erhalten auch schon mal von medizinischer Seite ein aufbauendes
Mittel und den guten Rat, die Trauer auszuleben.
Doch im Gegensatz zur
Anteilnahme in Trauerfällen, erhalten wir im Falle von Liebeskummer höchstens Tipps und
Ratschläge wie, kopfhoch und nicht unterkriegen lassen, Liebeskummer gehöre einfach zum
Leben dazu und würde schon vergehen. Damit ist aber dem Betroffenen in der Regel kaum
geholfen. Richtig gute Tipps gegen Liebeskimmer sind hingegen eher selten zu vernehmen.
Nebenbei bemerkt, Alkohol oder andere Rauschmittel helfen auch nicht, führen höchstens
geradewegs in einem sich vertiefenden Hexenkessel und in die seelische Hölle. Eine neue
Liebe bzw. ein überstürztes Neuverlieben ist auch selten von Erfolg gekrönt, solange
innerlich noch nicht mit der letzten Beziehung abgeschlossen wurde.
Enstehung von Liebeskummer
Der Kummer ist ein
emotionales Gefühl, wie auch Freude und Leid emotionale Gefühle sind. Über emotionale
Gefühle verfügen alle höher entwickelten Lebewesen, die in einem sozialen Gefüge
leben. Gefühle werden durch verschiedene Botenstoffe im Körper gefördert oder
unterdrückt. Trennt man eine Katzenmutter von ihren Jungen, so wird auch bei dieser ein
Anstieg von gewissen Botenstoffen zu registrieren sein. Als Folge wird die Katzenmutter
einige Tage verzweifelt und miauend durch die Gegend laufen, um ihre Jungen zu rufen und
wieder aufzufinden. Dieses Verhalten ähnelt dem Verhalten des beim Menschen bekannten
Kummers und könnte ohne weiteres als eine primitive Vorstufe von Liebeskummer angesehen
werden.
Gehen wir davon aus, so
entsteht Liebeskummer deshalb, weil sich unser Körper durch die neuronale Wirkung von
Botenstoffen in unserem Hirn darauf eingestellt hat, Verlorenes wieder zu finden. Beim
Menschen kommt nun noch hinzu, diese Auswirkungen der Botenstoffe bestimmen seine
Gedankenwelt und anders herum, seine Gedankenkraft kann auch Einfluss auf seine
Gefühlwelt und damit auf diese Auswirkungen der Botenstoffe und neuronalen Vorgänge in
seinem Hirn nehmen. Nur nicht von einem Tag zum anderen, doch eine Krise wie beim
Liebeskummer, könnte dadurch schneller überwunden werden. Hier würde ein Ansatz für
ein Mittel gegen Liebeskummer liegen.
Tipps und Mittel gegen
Liebeskummer
Um den obigen Ansatz weiter
auszubauen, noch einmal zu der Frage, wie nehmen wir diesen Liebeskummer wahr? Wird man
verlassen, so fühlt man sich nicht selten hintergangen und verraten. Kommt es zur
Trennung wegen einer neuen Beziehung des ehemaligen Partners, so kommt auch oft noch ein
Gefühl der Demütigung hinzu. Machtlos, da rein emotional bedingt, sind wir auch gegen
tiefer Verzweifelung, großer Sehnsucht oder auch grenzenloser Wut.
Auch eine Reihe von objektbezogenen Gefühle kommen in der Regel hinzu. Gehen wir an einem
Ort oder einem Platz vorbei, an dem wir ein besonderes Erlebnis hatten, so kann dieses
unerträglich werden. Auf dieser Bank haben wir gesessen, unter diesem Baum gestanden,
dieses Lied haben wir dort zusammen gehört.
Weiterhin kommt unsere
zumindest teilweise steuerbare Gedankenwelt hinzu. Wir hatten vielleicht große Pläne,
wollten zusammen den nächsten Urlaub genießen, ein Haus oder eine Wohnung einrichten,
sitzen nun auf einmal allein da und verstehen die Welt nicht mehr. Alle unsere Pläne sind
dahin, zerbrochen und einfach nur noch kaputt, das Leben kann einfach nie wieder richtig
schön werden, dieses Leben ist nun zu Ende oder kann nur noch trostlos werden.
Dieses trostlose Bild unser
eigenen Zukunft, welches wir da in unserer Gedankenwelt entwerfen, hat seine natürlichen
Ursachen. Doch diesen natürlichen Ursachen sind wir nicht völlig hilflos ausgeliefert,
zumindest gegen diesen Punkt gibt es ein Mittel. Gleiten wir noch einmal in Gedanken oder
in der Tat auf die Seite mit dem Punkt die Chemie muss stimmen zurück.
Liebe ist etwas wundervolles, denn vor allen in der Phase des Verliebtseins sorgen
Botenstoffe wie Dopamin, Endorphin und Adrenalin für Glücksgefühle und seelisches
Wohlbefinden. Verliebtsein ist wie eine Droge und wie eine Sucht, oder wie ein
Liebeszauber könnte man beinahe behaupten. Dadurch bedingt sehen wir mehr oder weniger
durch die bekannte rosarote Brille. Bei einer Trennung nach einer großen Liebe, reagiert
unser Körper mit dem genauen Gegenteil. Er reagiert mit Entzugserscheinungen von dieser
Sucht nach Liebe. Je mehr uns diese Liebe bedeutet hat, je verliebter wir waren, je
stärker der Liebezauber der Beziehung auf uns wirkte, umso größer ist auch der folgende
Liebeskummer. Doch auch wenn sich diese Trennung nach einer langjährigen harmonischen
Partnerschaft vollzieht, ist es nicht viel anders, da auch hier uns ein trautes und über
Jahre beständiges Glück entzogen wird. Ein Glück und eine Liebe, deren Gewicht man aus
Gewohnheit nur nicht mehr erkannte und für selbstverständlich nahm. Letzteres liegt
einfach nur darin begründet, dass wir oft etwas erst dann wieder zu schätzen wissen,
wenn wir es vermissen. Sehr viel anders ist dies auch nicht mit einer dauerhaften Liebe,
die aus einem Zeitraum erwuchs, in der ein Liebeszauber noch voll wirkte. Auch da kann uns
der Liebeskummer in der Folgezeit schwer zu schaffen machen.
Je nach
persönlichen Lebensumständen hilft hier ein Mittel. Wir müssen versuchen unseren
Dopaminspiegel wieder in den Griff zu bekommen. Ganz sicher nicht durch den kiloweisen
Verzehr von Schokolade. Doch vielleicht durch Aktivitäten, die wir uns sonst nie
geleistet hätten und die versprechen, zu einem ganz besonderen Erlebnis zu werden. Zum
Beispiel, in dem wir uns eine Traumreise gönnen, die wir uns mit dem Partner nie gegönnt
hätten. Ob Reise oder etwas anderes, Beispiele gebe es viele, es muss nur etwas sein, auf
oder über das wir uns schon immer gefreut hätten endlich zu besitzen oder erleben zu
können. Dieses eigentlich freudige Erlebnis werden wir dann vielleicht nur verhaltend
mäßig empfinden, doch wir überschreiten damit zumindest den Punkt, an dem wir nur
voller Verzweiflung waren.